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21. November 2009
 

Sport

 
Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt. Quelle: dpa
Jubel bei Bayer Leverkusens Spielern

Bundesliga - Freitagsspiel

Bayer-Blitzstart reicht
zum Kantersieg

Leverkusen bezwingt chancenlose Frankfurter mit 4:0

Ein Blitzstart mit drei Treffern in elf Minuten genügte Tabellenführer Bayer Leverkusen, um zum Auftakt des 12. Bundesliga-Spieltages Eintracht Frankfurt mit einer Packung nach Hause zu schicken. Der Werkself gelang am Ende ein ungefährdeter 4:0 (3:0)-Sieg.

 
 
 

Zitat

„Das war ein bitterer Abend für uns. Unsere Abwehr war einfach ungeordnet, die Umstellung haben nicht gegriffen“

Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen

In einer furiosen Anfangsphase fielen vor 30.000 Zuschauern drei Treffer in den ersten elf Spielminuten. Stefan Kießling mit seinem achten Saisontor nach 72 Sekunden, Stefan Reinartz (6.), Toni Kroos (11.) und kurz vor Schluss Lars Bender (86.) erzielten die Leverkusener Tore. Nationaltorwart Rene Adler, der wegen einer Augenentzündung passen musste, wurde gegen harmlose Frankfurter nicht vermisst.

Tolle Bayer-Offensive

Obwohl Bayer-Chefcoach Jupp Heynckes fünf verletzte oder erkrankte Stammspieler ersetzen musste, fertigte die Werkself die Eintracht nach allen Regeln der Fußball-kunst ab und zeigte vor allem in der ersten Hälfte phantastischen Offensiv-Fußball. Bayer bleibt damit weiterhin ungeschlagen und konnte nach zuletzt drei Unentschieden wieder einen Dreier einfahren.

Stefan Kießling. Quelle: ap
ap
Gut für mehr: Stefan Kießling

Für die Gastgeber war es der erste Heimsieg gegen die Eintracht seit dem 28. Januar 2006. Dass Heynckes außer Mittelfeldmotor Rolfes auch Adler sowie die schon länger fehlenden Renato Augusto, Michal Kadlec und Patrick Helmes ersetzten musste, merkte man kaum. Die Rheinländer ließen Ball und Gegner laufen. Die Hessen, die ebenfalls vier Stammspieler ersetzen mussten, fanden dagegen keine Bindung zum Spiel. Vor allem der Ausfall der Abwehrspieler Chris (Rückenblessur) und Patrick Ochs (Rippenbruch) konnte nicht kompensiert werden.

Infobox

Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 4:0 (3:0)

Leverkusen: Giefer - Schwaab, Friedrich, Hyypiä, Castro - Vidal (89. Zdebel), Reinartz - Barnetta (88. Gekas), Kroos - Kießling, Derdiyok (82. Bender)
Frankfurt: Fährmann - Franz, Vasoski, Russ, Spycher - Schwegler - Teber (88. Steinhöfer), Bajramovic - Caio (22. Korkmaz) - Meier, Liberopoulos (73. Fenin)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Tore: 1:0 Kießling (2.), 2:0 Reinartz (6.), 3:0 Kroos (11.), 4:0 Bender (86.)
Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Bajramovic, Korkmaz

"Das war ein bitterer Abend für uns. Unsere Abwehr war einfach ungeordnet, die Umstellung haben nicht gegriffen", analysierte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen schon zur Halbzeit. Beide Teams mussten auf ihre Stammtorhüter - Adler bzw. Oka Nikolov - verzichten.

Giefer und Fährmann debütieren

Für Adler feierte der 19-jährige Fabian Giefer sein Bundesliga-Debüt, erstmals zum Einsatz bei den Frankfurtern kam auch der Ex-Schalker Ralf Fährmann. Und der erlebte eine bitteren Einstand im Gehäuse der Hessen. Bereits nach 72 Sekunden bezwang ihn Nationalspieler Kießling, der mit seinem achten Saisontreffer in Abstaubermanier das 1:0 erzielte.

Damit entfachte der von Bundestrainer Joachim Löw für die kommenden Länderspiele nominierte Bayer-Angreifer einen Sturmlauf der Rheinländer. Beim Treffer zum 0:2 machte Fährmann nicht den besten Eindruck. Symptomatisch war zudem das 3:0. Der 19-jährige Kroos war aus 17 Metern in den Torwinkel erfolgreich, wobei der Frankfurter Maik Franz die unfreiwillige Vorarbeit leistete und Kroos den Ball auflegte. In der 22. Minute musste der Frankfurter Christoph Spycher nach einem Kopfball von Sami Hyypiä auf der Linie klären, sonst hätte es sogar zur Halbzeit 4:0 gestanden.

 

Eintracht paralysiert

Die Frankfurter wirkten dagegen wie paralysiert. Erst in der 20. Minute prüfte Alexander Meier Debütant Giefer mit einem Schuss aus der Drehung. In der 22. Minute wechselte Eintracht-Trainer Michael Skibbe, der bis Mai 2008 zweieinhalb Jahre bei Bayer tätig war, Caio aus und brachte den österreischen Nationalspieler Ümit Korkmaz, um das Offensivspiel seiner Mannschaft zu beleben. Doch auch diese Maßnahme brachte keinen Erfolg.