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21. November 2009
 

Sport

 
Bochums Manager Stefan Kuntz. Quelle: imago
Stefan Kuntz

Fußball - Bundesliga

Manager Kuntz verlässt Bochum

Rückkehr zum FCK nimmt immer konkretere Formen an

Der VfL Bochum und Stefan Kuntz gehen getrennte Wege. Der Aufsichtsrat habe dem Wunsch des Managers zur Auflösung seines Vertrages entsprochen, teilte der Verein mit. Kuntz steht offenbar vor der Rückkehr zu seinem Ex-Club 1. FC Kaiserslautern.

 
 
 
 

Kuntz wird im Umfeld des Pfälzer Zweitligisten seit einigen Tagen als neuer Vorstandsvorsitzender gehandelt.

 

Kontakte bestätigt

Am Samstag hatte der SWR gemeldet, dass die Verhandlungen zwischen Kuntz und Kaiserslautern kurz vor dem Abschluss stünden. Demnach sei der Vertrag unterschriftsreif und könne noch in dieser Woche fixiert werden. Zuletzt hatte die Tageszeitung "Die Rheinpfalz" über ein Treffen zwischen dem Lauterer Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Buchholz und Kuntz berichtet. Die Kontakte wurden inzwischen von Kuntz bestätigt.

 

Durch die Auflösung seines bis Ende 2008 laufenden Vertrages beim VfL scheint Kuntz' Rückkehr zum FCK nichts mehr im Wege zu stehen. Derzeit würden die Gespräche über eine Beendigung der Zusammenarbeit in der ersten Hälfte des kommenden Monats laufen, heißt es in der Erklärung der Bochumer.

 

Nicht mehr interessiert

Kuntz war beim VfL seit April 2006 als Vorstand tätig. Die Bochumer hatten ihm nach eigenen Angaben im Februar ein neues Vertragsangebot vorgelegt. "Die Parteien haben sich in verschiedenen Gesprächen jedoch nicht auf eine Verlängerung des Vertrags einigen können", teilte der Verein mit. Kuntz habe daraufhin erklärt, dass er an einer weiteren Zusammenarbeit nicht mehr interessiert sei. Er wolle sich "beruflich neu orientieren".

 

Zudem hatte sich Kuntz in Bochum einen Machtkampf mit Klubboss Werner Altegoer geliefert, dem gegen den Strich ging, dass der Europameister von 1996 als alleiniger Vater des VfL-Aufschwungs gefeiert wurde. Trainer Marcel Koller wird die Aufgaben des Sportdirektors vorerst in Personalunion mit übernehmen, als Kuntz-Nachfolger werden die früheren VfL-Profis Sören Colding und Jupp Nehl sowie Ex-Trainer Peter Neururer gehandelt.

 

Meister und Pokalsieger mit dem FCK

In Kaiserslautern soll der jetzige Vorstandsboss Erwin Göbel bereits sein Einverständnis für eine Rückkehr gegeben haben und bereit sein, für das FCK-Idol ins zweite Glied zu rücken. Kuntz soll selbst für den Fall des Abstiegs in die neue dritte Liga Interesse signalisiert haben. Sein Gehalt bei den finanzschwachen Pfälzern würde wohl über Sponsoren abgedeckt werden.

 

Für den FCK hat Kuntz in 170 Bundesligaspielen 75 Tore geschossen, er wurde mit den Roten Teufeln 1990 DFB-Pokal-Sieger sowie 1991 Deutscher Meister. Legendär ist sein Satz "Ich lebe und sterbe für diesen Verein", mit dem Kuntz einst seine besondere Beziehung zum Betzenberg auf den Punkt brachte. Dagegen nahm VfL-Trainer Koller die Nachricht von der Trennung ziemlich gelassen auf. "Die Diskussionen lassen mich kalt, oder besser gesagt: Sie beeinflussen mich nicht", so der Schweizer.