Schalke 04 sucht einen Weg aus der Schuldenfalle, Spieler-Notverkäufe schließt Trainer und Manager Felix Magath dabei jedoch kategorisch aus. Um der Schuldenlast Herr zu werden, plant der Klub stattdessen offenbar den Verkauf weiterer Stadionanteile.
"Es ist nicht so, dass wir nichts besitzen außer den Spielern. Wir sind in der guten Situation, dass wir noch alles verkaufen können, was wir haben, zum Beispiel Anteile am Stadion oder den Tochtergesellschaften", sagt Felix Magath: "In den nächsten Wochen werden wir daher prüfen, davon etwas an mögliche Investoren zu geben."
Ein Verkauf von Nationaltorhüter Manuel Neuer an Rekordmeister Bayern München sei dagegen weiterhin kein Thema. "Die Situation ist nicht anders als im Sommer. Da wurde uns auch schon nachgesagt, dass wir aus finanziellen Gründen Spieler verkaufen müssten. Dem war und ist auch heute nicht so. Wir sind selbstverständlich dazu bereit, darüber nachzudenken, wenn entsprechende Angebote hereinkommen, aber Manuel Neuer ist davon ausgenommen", sagt Magath.
TV-Moderator Günther Jauch hatte beim Pay-TV-Sender Sky behauptet, er verfüge über Insiderwissen, dass Neuer in der Winterpause zum FC Bayern transferiert werde. Das war ihm eine Wette um eine Kiste Rotwein gegen Bayern-Präsident Franz Beckenbauer wert. "Ich kann Herrn Jauch keine Hoffnungen machen, dass er seine Wette gewinnt und hoffe, dass der Franz mir eine Flasche Wein abgibt", sagt Magath.
Neuer war bereits im Juli Gegenstand von Spekulationen. Ein Wechsel von Schalke nach München für die in der Öffentlichkeit gehandelte Ablösesumme in Höhe von 18 Millionen Euro war am Veto Magaths gescheitert. S04 ist derzeit mit mindestens 136,5 Millionen Euro verschuldet. Zudem sollen die Königsblauen in einem Geflecht von Tochterunternehmen mehr als 100 Millionen Euro zusätzliche Verbindlichkeiten verstecken. Der laufende Etat soll eine Unterdeckung von 20 bis 30 Millionen Euro aufweisen. Daher muss der Klub das Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball Liga (DFL) durchlaufen.