Der SV Werder hat bei der Champions-League-Auslosung eine starke Gruppe erwischt. Die Bremer treffen auf Inter, Tottenham und Twente. Der FC Bayern und Schalke 04 waren hingegen mit dem Losglück im Bunde - beiden wurden machbare Gegner zugeteilt.
Erleichterung bei den Bayern, Losglück für Schalke - und auf Werder wartet der Titelverteidiger: Das Trio aus der Bundesliga hat für die Gruppenphase der Champions League attraktive und teils durchaus machbare Aufgaben erwischt. Der Rekordmeister aus München trifft auf den AS Rom um Stürmerstar Francesco Totti, den FC Basel mit dem ehemaligen Bayern-Profi Thorsten Fink auf der Trainerbank und auf CFR Cluj aus Rumänien. Das ergab die Auslosung im Grimaldi Forum in Monaco.
Der deutsche Vize-Meister FC Schalke 04 bekommt es mit dem entthronten französischen Serienmeister Olympique Lyon, Benfica Lissabon und Königsklassen-Debütant Hapoel Tel Aviv zu tun. Die schwerste Gruppe erwischte Werder Bremen mit Vorjahressieger Inter Mailand, Tottenham Hotspur und dem niederländischen Meister FC Twente Enschede. Werder hatte sich erst am Dienstagabend im Playoff- Rückspiel bei Sampdoria Genua in der Verlängerung qualifiziert.
"Das ist eine sehr, sehr schwere Gruppe, aber wegen solcher Begegnungen spielt man in der Champions League", sagte Kapitän Torsten Frings. Offensivspieler Aaron Hunt freut sich besonders über das Los Tottenham: "Ich hatte mir einen englischen Verein als Gegner gewünscht. Inter ist sicherlich der Favorit. Platz zwei ist offen, da haben wir gute Karten."
In den bisherigen Spielen der Königsklasse gegen Inter verlor Werder im Giuseppe-Meazza-Stadion zweimal. Allerdings blieben sie in den Rückspielen jeweils ungeschlagen. "Italien-Experte" Claudio Pizarro machte den Werder-Fans Mut: "Gegen italienische Mannschaften habe ich in der Vergangenheit fast immer getroffen, jetzt müssen wir schauen, wie es dieses Mal läuft. Auch wenn Inter letztes Jahr den Titel gewonnen hat, wir haben in der Vergangenheit schon gegen Mailand gewonnen."
Beim FC Schalke 04 nahm man die Gruppengegner mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis. "Es wird wichtig sein, gegen alle drei zu Hause zu punkten. Wir nehmen an der Champions League teil, um auch weiterzukommen - deshalb müssen wir das Beste daraus machen", sagte Coach Felix Magath: "Einfach ist die Gruppe definitiv nicht." Kämpferisch zeigte sich Ivan Rakitic: "In dieser Gruppe ist einiges möglich. Wir haben das klare Ziel, in der Champions League zu überwintern", so der Spielmacher.
Bei den Bayern herrschte dagegen Erleichterung vor. "Es hätte viel schlimmer kommen können. Aber wir müssen auch diese Gruppe hochkonzentriert angehen, um weiter zu kommen", lautete die erste Reaktion von Bayern-Trainer Louis van Gaal. Vor allem aber freute sich der Meistercoach darüber, "dass uns die ganz langen Flugreisen erspart geblieben sind". Co-Trainer Hermann Gerland meinte: "Wir haben große Chancen, weiterzukommen."

Los geht's für die Knappen mit einem Gastspiel in Lyon am 14. September. Am gleichen Tag empfängt Werder Tottenham im Weserstadion zum Start in die Königsklassen-Saison. Der FC Bayern greift erst am 15. September mit einem Heimspiel gegen Rom ins Geschehen ein. Ziel aller Teams ist das Londoner Wembley-Stadion, wo am 28. Mai 2011 das Endspiel ausgetragen wird.
Gruppe A
Inter Mailand
Werder Bremen
Tottenham Hotspur
Twente Enschede
Gruppe B
Olympique Lyon
Benfica Lissabon
FC Schalke 04
Hapoel Tel Aviv
Gruppe C
Manchester United
FC Valencia
Glasgow Rangers
Bursaspor
Gruppe D
FC Barcelona
Panathinaikos Athe
FC Kopenhagen
Rubin Kasan
Gruppe E
FC Bayern München
AS Rom
FC Basel
CFR Cluj
Gruppe F
FC Chelsea
Olympique Marseille
Spartak Moskau
MTK Zilina
Gruppe G
AC Mailand
Real Madrid
Ajax Amsterdam
AJ Auxerre
Gruppe H
FC Arsenal
Schachtjor Donezk
SC Braga
Partizan Belgrad